Was bedeutet eine Fusion?
Bei einer Fusion schließen sich zwei Unternehmen zu einer einzigen Einheit zusammen. Dies ist eine Form der Unternehmensumstrukturierung, die durch das Umwandlungsgesetz (UmwG) geregelt wird. Dabei übernimmt eine Gesellschaft alle Rechte und Pflichten der anderen, wodurch diese aufgelöst wird. Alternativ kann eine Fusion durch Neugründung erfolgen, sodass beide Firmen in einer neuen Gesellschaft aufgehen. 

Warum fusionieren Unternehmen?
Ein Beispiel: Zwei Softwareunternehmen entwickeln ähnliche Technologien, haben aber hohe Entwicklungskosten. Eine Fusion könnte es ihnen ermöglichen, Ressourcen effizienter zu nutzen, Forschungskosten zu senken und ihre Marktposition zu stärken. 

Arten der Fusion: 

  • Fusion durch Aufnahme:
    Eine GmbH übernimmt eine andere.
     
  • Fusion durch Neugründung:
    Zwei Unternehmen schließen sich zu einer neuen GmbH zusammen.
     

 

Hinweis:
Eine Neugründung ist nicht immer erforderlich. Häufig wird die übernehmende Gesellschaft fortgeführt, wobei sie unter Umständen den Namen der aufgelösten GmbH weiterführen kann. Falls eine neue Rechtsform, beispielsweise eine AG, gewünscht ist, kann eine Fusion durch Neugründung sinnvoll sein. Alternativ kann eine Umwandlung später erfolgen.
 

Fusion durch Aufnahme – der übliche Weg
In den meisten Fällen wird eine GmbH vollständig in eine andere integriert. Die übertragende Gesellschaft wird aufgelöst, während ihre Gesellschafter Anteile an der übernehmenden Firma erhalten. Diese Variante ist in der Praxis oft kostengünstiger und einfacher umzusetzen als eine Neugründung. 

Steuerliche Aspekte einer Fusion
Eine Fusion kann steuerliche Auswirkungen haben: 

  • Verlustvorträge der übernommenen GmbH können meist nicht weiter genutzt werden. 
  • Stille Reserven können erhalten bleiben oder aufgelöst werden. 
  • Grunderwerbsteuer kann unter bestimmten Umständen anfallen. 
  • Eine rückwirkende Fusion ist für Ertragssteuern möglich, aber nicht für Umsatzsteuer oder Grunderwerbsteuer. 

 

Ablauf einer Fusion 

  1. Analyse: Prüfung der wirtschaftlichen und steuerlichen Auswirkungen. 
  2. Beschlussfassung: Zustimmung der Gesellschafter beider Unternehmen. 
  3. Umsetzung: Eintragung ins Handelsregister und rechtliche Abwicklung. 

 

Vorteile einer Fusion

  • Höhere Effizienz
  • Einsparung von Kosten
  • Bessere Nutzung von Synergien
  • Wachstumsmöglichkeiten 

 

Mögliche Nachteile

  • Steuerliche Risiken
  • Komplexe rechtliche Prozesse
  • Herausforderungen in der Organisation
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